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22-12-17
Intensivmedizin: Angehörige in die Arbeit der Intensivstation stärker einbinden

Die Angehörigen von Patienten sollten in Intensivstationen stärker in das Geschehen eingebunden werden, empfiehlt eine neue Leitlinie in der aktuellen Ausgabe von Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung. Maßgeblich sei "die zentrale Bedeutung der Familie für die Genesung des Schwerkranken". Das Behandlungs- und Pflegeteam sei dafür verantwortlich, Familien bei ihrer Mitwirkung bestmöglich zu unterstützen.


Die Leitlinien fußen auf verschiedensten internationalen empirischen Studien. Zu den wichtigsten Empfehlungen zählt:

  • Angehörige sollten die Möglichkeit erhalten, zu offenen oder flexiblen Zeiten die Kranken zu besuchen
  • Regelmäßig sollten in Familienkonferenzen mit allen Beteiligten Informationen ausgetauscht und eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen werden
  • Angehörigen sollte angeboten werden, an Visiten des interdisziplinären Teams teilzunehmen
  • Bei Wiederbelebungsmaßnahmen können Angehörige - sofern gewünscht - anwesend bleiben; falls möglich sollte eine Pflegekraft den Angehörigen helfen, diese Situation zu verarbeiten
  • Liegt ein Neugeborenes in der Intensivstation, sollten seine Eltern - soweit möglich - an der Pflege beteiligt werden
  • Mit Ratgeberliteratur und persönlichen Gesprächen sollten Angehörige möglichst verlässlich und genau informiert werden

Studien zur Intensivbehandlung belegen, dass diese und eine Reihe weiterer Empfehlungen zwar für Ärzte und Pflegende einen höheren Arbeitsaufwand bedeuten können. Letztlich kann jedoch die Atmosphäre entspannt und damit die Arbeit erleichtert werden. Der Patient kann dies in seiner kritischen Phase oder seinen letzten Tagen als wohltuend empfinden.





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