News
Stellenmarkt
Firmen
Industrieinformationen
Journale
Bücher
Events
Hotlinks
Newsletter abonnieren
Impressum
Kontakt
Suche


30-01-10
Biorhythmus: Medikamente wirken unterschiedlich - je nach Uhrzeit

Das gleiche Medikament kann toxisch oder therapeutisch wirken - je nach Zeitpunkt der Einnahme. Alle Körperfunktionen unterliegen einem circadianen Rhythmus; bei Gesunden ist er relativ unabänderlich, bei Kranken häufig gestört, skizziert Dr. Kirsten Brukamp in ihrem Beitrag zum aktuellen Sammelband "Chronobiology and Chronopsychology". Selbst die Zellteilung richtet sich nach der Zeit: Bei Gesunden ist sie nachts hochaktiv und tagsüber minimal, bei Kranken kann der Rhythmus abflachen.



Besonders ausgeprägt ist der circadiane Rhythmus bei

- Hormonfunktionen (Cortisol, ACTH, STH, u.a.)
- Stoffwechselfunktionen (Blutzucker, Insulinempfindlichkeit)
- Atmungs- und Kreislauffunktionen (Atemfrequenz, Herzfrequenz, Blutdruck)
- Periphere Nervenfunktionen (Nervenleitgeschwindigkeit, Thermosensibilität, Schmerzempfindlichkeit)
- ZNS-Funktionen (Vigilanz, Stimmung)
- Nierenfunktion und Wasserhaushalt (Diurese, Blutdichte)
- Muskelfunktionen (Kraft, Ausdauer)
- Verdauungsfunktionen (Magenperistaltik, Sekretion)
- Zellfunktionen (Zellteilung, zelluläre Immunität)

Nachts steigt die Schmerzempfindlichkeit, entsprechend müssen Analgetika höher dosiert werden - und bleiben möglicherweise auch dann noch unzulänglich.



Quellen/Links:

T.G. Baudson, A. Seemüller, M. Dresler (Eds.): Chronobiology and Chronopsychology

Pabst (Lengerich/Berlin), 156 pages, ISBN 978-3-89967-586-3

 

A. Schumacher, S. Broeckmann (Hrsg.): Zeitwahrnehmung und Zeitperspektiven in der Psychoonkologie

Pabst, Lengerich/Berlin, 160 Seiten, ISBN 978-3-89967-322-7




« Zurück zur News-Übersicht

 
Nach oben © 2003-2010 Pabst Science Publishers