Die Anwendung „geriatrischer Assessments“ wäre wünschenswert, so Dr. Iris Adelt vom Klinikum Lünen, und würde über eine verbesserte Diagnostik zu einer höheren diagnostischen Genauigkeit und letztendlich besserem funktionellen Status führen. Auch könnten damit die klinischen, psychologischen und sozialen Fähigkeiten des Patienten erkannt und gefördert sowie die Compliance verbessert werden. Eine derart konzipierte Behandlung führe zu einer Reduzierung der Sterblichkeitsrate um 35 %.
Besondere Herausforderungen ergeben sich für
- kardiopulmonale Reanimation
- Beatmungstherapie
- Ernährung und Malnutrition
- Body-Mass-Index auf der Intensivstation
- Akzeptanz der Intensivbehandlung
- demographische und ökonomische Aspekte
Laut Frau Dr. Adelt sei es erstrebenswert, ein Behandlungsmanagement für geriatrische Patienten auf der Intensivstation zu entwickeln, mit einem professionalisierten geriatrischen Team und speziellen Behandlungskonzepten.
Ziel sei nicht die Verlängerung der maximalen Lebensdauer des Menschen, sondern größere, krankheitsfreie Phasen im Alter zu erreichen.