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15-05-18
Evidenzbasierte Angehörigenintegration: Lösungsmöglichkeiten für ein drängendes Problem

In Kliniken und im ambulanten Bereich werden die Zeiten für die Behandlung immer knapper; d.h. die Verantwortung der Patienten und ihrer Angehörigen wächst immer mehr. Daher sind Pflegende und Ärztinnen/Ärzte zunehmend gefordert, Angehörige in die Behandlung zu integrieren. Prof. Dr. Wolfgang George und Kollegen beschreiben in ihrem Reader "Evidenzbasierte Angehörigenintegration" gelungene Modelle.


 

Angelika Abt-Zegelin formuliert in ihrem Beitrag: "Die Fokussierung der Familie und die Einbeziehung der Angehörigen sind kein Luxus, sondern ein gesundheitspolitisches ´Muss´. Die Gesundheitsberufe tun sich noch schwer mit dieser Neuausrichtung. Häufig finden Gespräche mit den Patienten und Angehörigen unter Zeitdruck statt - bei vielen Pflegenden verursacht dies ein ständiges Gefühl von Unzulänglichkeit und Mangel. Pflegende haben auch oft das Gefühl, die zusätzliche Gesprächszeit vor den KollegInnen rechtfertigen zu müssen." 

 

Dr. Klaus-Henning Kraft, gynäkologischer Chefarzt, notiert: Angehörigenintegration kann Zeit in Anspruch nehmen. Zeitaufwendige Behandlungen sind heute nicht gefragt und werden auch nicht honoriert. In vielen Fällen ist aber nicht der Zeitmangel, sondern ein altes Verhaltensmuster das Problem. "Wenn Eltern ihr Kind selbst versorgen, fühlt sich manche Krankenschwester zurückgesetzt. Dabei ist ihre Beratung mehr denn je gefragt, und die jungen Mütter sind begeistert, geduldige Erklärungen und Anleitungen zu bekommen, an denen es im häuslichen Umfeld oft fehlt."

 

Angelika Abt-Zegelin sieht auch für Pflegende in der Angehörigenintegration einen hohen Mehrwert: Die emotionale Unterstützung und Begleitung von Patienten und Angehörigen kann auch die Berufszufriedenheit nachhaltig verstärken.

 

Professor Dr. Wolfgang George sieht drei wesentliche Hindernisse für die Angehörigenintegration:

 

- Der persönliche Handlungsstil von Helfern

- Die Zurückhaltung des Managements gegenüber dem Anliegen der      Angehörigen

- Das Fehlen von geeigneten Steuerungsinstrumenten

 

Zu allen drei Komponenten legt der Experte - Intensivpfleger und Psychologe - konkrete, evidenzbasierte Handlungsempfehlungen vor.

 


 

 





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