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ESC Congress 2003
Soarian Cardiology erstmals dem europäischen Markt vorgestellt
Steigende Nachfrage nach kardiologischen Untersuchungen bei wachsendem Kostendruck im Gesundheitswesen, höhere Anforderungen an die Qualität von Behandlung, Therapie und Dokumentation - die Ansprüche an die Effizienz medizinischer Systeme sind gerade in der Kardiologie in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mit dem Workflow-Management-System „Soarian Cardiology" hat der Siemens-Bereich Medical Solutions (Med) daher eine Software für Krankenhäuser und Praxen entwickelt, die sämtliche klinischen und administrativen Abläufe in der Kardiologie automatisch steuert und optimiert. Außerdem integriert die Lösung, die in den USA bereits erfolgreich im Einsatz ist, sämtliche persönlichen und medizinischen Daten eines Patienten in einer einzigen, digitalen Patientenakte und macht sie jederzeit und an jedem Ort innerhalb des Netzwerkes zugänglich. Durch diese Fähigkeiten ermöglicht Soarian Cardiology deutliche Kostensenkungen bei steigender Qualität der Gesundheitsversorgung. Das System wurde den europäischen Kunden erstmals beim diesjährigen Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in Wien vorgestellt.
Soarian Cardiology ist in der Lage, von der Einlieferung eines Herzpatienten bis zu seiner Entlassung die Arbeitsabläufe in der Kardiologie zu überwachen und zu steuern. Integrierte Ablaufpläne helfen Kardiologen und klinischem Personal bei der schnellst möglichen Durchführung der nötigen Untersuchungen und Behandlungen. Dadurch werden Wartezeiten für die Patienten vermieden, Diagnosen können frühzeitig gestellt und eine eventuelle Therapie begonnen werden. Darüber hinaus verwaltet und kontrolliert Soarian Cardiology verabreichte Medikamente und warnt bei Kontraindikationen oder gefährlichen Wechselwirkungen. Dadurch trägt die Software in erheblichem Maße zur Patientensicherheit bei.
Die Software unterstützt zudem die vielfältigen Aufgaben der Dokumentation und der Befundschreibung: Behandlungsschritte und Diagnosen können in beliebiger Reihenfolge von mehreren Personen und zu jeder Zeit ins System eingegeben werden. Zur Anfertigung des Verfahrensberichts stellt das System automatisch Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen, integriert also zum Beispiel Daten aus dem hämodynamischen System, dem Krankenhausinformationssystem (KIS), der Elektrokardiographie (EKG) oder dem Labor- und Apothekensystem. Verbrauchte Materialien können automatisch an das Materialwirtschaftssystem der Klinik übermittelt werden. Auf diese Weise optimiert die Software die Bestandsführung und sorgt für mehr Kostentransparenz.
„Unsere Erfahrung erstreckt sich auf klinische Modalitäten ebenso wie auf leistungsstarke Informationstechnologie", erklärte Prof. Dr. Dr. Erich R. Reinhardt, Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Siemens Medical Solutions. „Dieses umfassende medizinische Know-how bündeln wir mit Soarian Cardiology maßgeschneidert für die Kardiologie. Effizienteres Arbeiten, kürzere Untersuchungszeiten, weniger Fehler – Soarian Cardiology schafft damit messbare zeitliche und finanzielle Vorteile und sorgt für mehr Zufriedenheit bei Klinikpersonal und Patienten gleichermaßen."
Daneben erlaubt Soarian Cardiology aber auch das Anlegen einer umfassenden digitalen Akte für jeden Patienten, die neben den persönlichen Daten auch unterschiedlichste klinische Informationen wie verabreichte Medikamente, Laborbefunde, Bilddaten, physiologische Kurven oder medizinisch-pflegerische Dokumentationen enthält. Sämtliche Inhalte stehen unmittelbar von jedem Arbeitsplatz aus zur Verfügung – im Operationssaal, im Büro des Arztes oder beispielsweise über einen kabellosen Tablet-PC am Bett des Patienten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Soarian Cardiology als eigenständiges Abteilungssystem oder in Verbindung mit der krankenhausweiten, also abteilungsübergreifenden Lösung „Soarian" eingesetzt wird. Soarian ermöglicht auch das Sammeln dieser Informationsdaten über Jahre hinweg, so dass im Laufe der Zeit eine digitale Akte mit der umfassenden Krankheitsgeschichte eines Patienten entsteht.
Hohen Stellenwert hat schließlich auch die Integration von Funktionalitäten für die Datenübermittlung an externe Qualitätssicherungsstellen, zum Beispiel die deutsche Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gGmbH (BQS). Mithilfe von Soarian Cardiology kann sichergestellt werden, dass erforderliche Informationen, beispielsweise Angaben über eventuelle Komplikationen während einer Behandlung des Herzens, vollständig und pünktlich an die Qualitätssicherung übermittelt werden. Diese Angaben hat auch das Klinikpersonal stets im Blick, denn zu jedem Patienten ist der Status seiner Dokumentation ersichtlich: Sämtliche bereits eingegebenen Daten sind am Bildschirm eingeblendet, auf fehlende Informationen werden die behandelnden Ärzte über die ins System integrierte Aufgabenliste hingewiesen. Dadurch kann die Dokumentation schrittweise vervollständigt werden.
Gesteuert wird Soarian Cardiology über ein webbasiertes, intuitives User Interface (UI), das neben der Patientenakte auch eine individuelle Liste der noch zu erledigenden Arbeitsschritte enthält – differenziert nach der Rolle der Anwender, beispielsweise Arzt, MTRA oder Krankenschwester. Grundlage dieser Benutzeroberfläche ist die von Med entwickelte Bediensoftware „syngo".
Bereits im Einsatz ist Soarian Cardiology unter anderem im amerikanischen South Carolina Heart Center (SCHC), wo mithilfe dieser Software die Zeit für die Erstellung eines Diagnoseberichtes – beispielsweise nach einer Katheteruntersuchung – von bisher mindestens 24 Stunden auf nur noch wenige Minuten gesunken ist. Dem SCHC bringt allein diese Workflow-Verbesserung jährlich bis zu 720.000 US-Dollar an zusätzlichem Gewinn ein. Auf Grund der enormen Ergebnisverbesserungen, die Soarian Cardiology am SCHC realisiert, wurde das System jetzt mit dem renommierten TEPR-(Towards the Electronic Patient Record)-Award 2003 ausgezeichnet.
Siemens sieht neben den USA besonders im europäischen Markt für Kardiologie-Informationssysteme ein großes Wachstumspotenzial. So sind etwa in Deutschland bei 20 Prozent der Investitionsvorhaben für das Katheterlabor IT-Systeme fest mit eingeplant. „Soarian Cardiology bietet eine einzigartige Chance für die Kardiologie, sich den Forderungen nach mehr Effizienz zu stellen. Durch unsere langjährige Erfahrung im klinischen Umfeld der Kardiologie, tiefem Prozessverständnis und anerkannter Implementierungskompetenz sind wir besser als jeder andere Anbieter positioniert, um unsere Kunden auf diesem Weg zu begleiten", fasste Tom Miller, Leiter von Siemens Medical Solutions Health Services, zusammen.
Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes". Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent.
Im Geschäftsjahr 2002 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. EUR sowie einen Auftragseingang von 8,4 Mrd. EUR. Das Bereichsergebnis betrug 1 Mrd. EUR
Weitere Informationen unter: http://www.siemensmedical.com
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