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Düsseldorf, 19. November 2003
„Mit Siemens neue Wege gehen...“
Proven Outcomes: Sichtbare Ergebnisse durch optimierte Prozesse
Der steigende Kostendruck im Gesundheitswesen erfordert die Erschließung neuer Wege, um die Qualität der Versorgung zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken. Mögliche Wege zeigte Siemens Medical Solutions (Med) seinen Kunden und Besuchern auf der diesjährigen Medica in Düsseldorf mit umfassenden Lösungen auf, die prozessoptimiertes Arbeiten in Kliniken und Praxen erlauben. Durch die richtungsweisende Kombination innovativer Medizintechnik und leistungsstarker Informationstechnologie verbessert Med die Effizienz im gesamten Gesundheitsprozess. Reibungslosere Abläufe, geringere Untersuchungszeiten sowie schnellere und sicherere Diagnosen sind die Folge und führen gleichzeitig zu höherer Zufriedenheit bei Ärzten, Personal und Patienten.
„Optimal aufeinander abgestimmte und transparente Prozesse – von der Aufnahme des Patienten bis zu seiner Entlassung und einer eventuellen Rehabilitation – müssen das A und O im klinischen Alltag sein“, erklärte Prof. Dr. Dr. Erich R. Reinhardt, Vorsitzender des Vorstandes von Siemens Medical Solutions. Andernfalls drohten Verzögerungen bei Diagnose und Therapie oder gar Fehler, von unnötigen Kosten beispielsweise durch längere Liegezeiten von Patienten ganz zu schweigen. „Als führender Anbieter medizinischer Lösungen haben wir das Know-how, bestehende Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen zu analysieren, zu synchronisieren und zu optimieren.“
Für jeden Kunden gibt es dabei individuelle Wege, zum Ziel optimaler Effizienz zu gelangen. „Wir hören unseren Kunden deshalb genau zu, untersuchen ihre jeweiligen Problemstellungen und bieten ihnen anschließend eine maßgeschneiderte und zukunftsträchtige Lösung an“, betonte Reinhardt. Der Bedarf an solchen Lösungen ist in Deutschland insbesondere durch die ab 2004 für Krankenhäuser verpflichtend eingeführte Abrechnung über Fallpauschalen („Diagnosis Related Groups“ / DRG) vorhanden. Dieses neue Vergütungssystem, das 2003 von zahlreichen Kliniken bereits freiwillig eingesetzt wird, soll für mehr Kostentransparenz und Qualität sorgen. Erbringer von Gesundheitsleistungen werden damit noch stärker als bisher gefordert, ihre Prozesse unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu optimieren und etwa die Verweildauer von Patienten zu reduzieren.
Diese von Siemens angebotenen Konzepte wurden bisher in den unterschiedlichsten Bereichen mit nachweisbaren Ergebnissen realisiert:
· Das US-amerikanische South Carolina Heart Center (SCHC) dient als Beispiel für die Verbesserung des Workflows, für die Optimierung der Patientenversorgung und Effizienz sowie für eine Kostensenkung durch die Integration von IT-Lösungen. Mit der Software Soarian Cardiology von Siemens hat das SCHC die Möglichkeit, komplexe Patienteninformationen über vielfältige klinische und Geschäftsprozesse hinweg zu integrieren und so eine lückenlose, umfassende elektronische Patientenakte anzulegen. Darin finden sich Informationen zur Medikation, Laborwerte, Bilder, EKG, physiologische Kurven und Dokumentation. Das SCHC kann bereits erhebliche Zeitgewinne verzeichnen: So dauert mit dieser Software die Erstellung eines Diagnoseberichtes – beispielsweise nach einer Katheteruntersuchung – statt wie bisher mindestens 24 Stunden nur noch wenige Minuten. Für das SCHC bringt allein diese Workflow-Verbesserung einen zusätzlichen Gewinn von jährlich bis zu 720.000 US-Dollar.
· Durch die Nutzung von syngo als Bedienoberfläche für seine Bildgebenden Systeme konnte das Southwest Diagnostic Imaging Center in Dallas, USA, die Zeit für eine komplexe MR-Untersuchung von 60 Minuten auf 45 Minuten drücken; dies entspricht einer Zeitersparnis von 25 Prozent. · Mithilfe der SIENET Spracherkennung verkürzt sich die Erstellungszeit für einen Befundbericht in der Radiologie der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen, Deutschland, auf nurmehr durchschnittlich 7,5 Minuten. Darin enthalten sind neben 2-3 Minuten für die Spracheingabe auch diejenigen fünf Minuten, die der Arzt für das Laden sowie die Befundung selbst benötigt. · Auf Grund der Teilnahme ihrer Ärzte und Mitarbeiter an speziell von Med für Kunden organisierten Grundlagen-Kursen konnte die Praxisklinik Radiologie – Nuklearmedizin in Dinkelsbühl, Deutschland, die Zeit von der Systemübergabe eines neuen Magnetresonanztomographen bis zur ersten Patientenuntersuchung um bis zu 50% verkürzen. Auf der Medica 2003 präsentierte Siemens Medical Solutions den Kongressbesuchern folgende Produkte und Lösungen:
· Soarian Cardiology: Durch seine Fähigkeit, sämtliche klinischen und administrativen Abläufe in der Kardiologie automatisch zu steuern und zu optimieren, verhilft das von Siemens entwickelte Workflow-Management-System Kliniken jeder Größe zu deutlichen Kosteneinsparungen bei steigender Qualität der Gesundheitsversorgung. Das System ermöglicht überdies die nahtlose Integration von Befundbildern unterschiedlichster Modalitäten in eine, ebenfalls von Soarian bereit gestellte, digitale Patientenakte. Für diese innovative Fähigkeit wurde Soarian Cardiology vor kurzem mit dem TEPR (Towards the Electronic Patient Record) Award 2003 ausgezeichnet.
· Das Acuson CV70 ist das neue digitale Ultraschall-System von Siemens Medical Solutions. Es wurde speziell für Kliniken mit kardiovaskulären Leistungen für Erwachsene und Kinder sowie für transösophagale und intraoperative Anwendungen entwickelt. Die offene Architektur des Systems erlaubt auch die Integration zukünftiger Technologien, sodass dem Acuson CV70 ein langfristiger Investitionsschutz sicher ist. Acuson CV70 ist mit der integrierten Dimaq- Ultraschall-Workstation zur digitalen Aufnahme, Speicherung und Wiedergabe vollständiger Ultraschall-Studien ausgestattet. Die Multihertz-Funktion für verbesserte Eindringtiefe und das Tissue Harmonic Imaging sorgt für hohe Diagnosesicherheit bei schwer zu schallenden Patienten.
· Die Multi-Modality-Workstation Leonardo ermöglicht es erstmals, alle Arbeitsschritte der Bildverarbeitung an einem Arbeitsplatz auszuführen. Nahtlose Arbeitsabläufe, eine einfache Anwendung und individuelle Einstellungen auf die klinische Situation optimieren so den Workflow in Krankenhaus und Radiologie. Dies gilt sowohl für die unterschiedlichen Modalitäten wie Computertomographie, Magnetresonanz, Nuklearmedizin und Röntgensysteme, als auch alle notwendigen Applikationen. Möglich wird dies durch syngo, die umfassende Software für alle Aufgaben, Anwendungen und Systeme in der medizinischen Bildgebung. Leonardo, der syngo-Arbeitsplatz für die Bildverarbeitung, lässt sich auf spezifische Anforderungen einrichten, zum Beispiel für die unterschiedlichen medizinischen Disziplinen wie Kardiologie, Neurologie oder Chirurgie. Medizinische Hightech- Systeme gepaart mit innovativen IT-Lösungen und Allround-Service verhelfen zu einem kostengünstigen medizinischen Einsatz neuer Technologien und zu hohen Qualitätsstandards. Davon profitiert auch der Patient: Eine ganzheitliche, präventive medizinische Versorgung rückt in greifbare Nähe.
· Das Krankenhausinformationssystem medico//s ist in seiner neuesten Version 9.01 fit für die Einführung des deutschen diagnose-orientierten Fallpauschalensystems (G-DRG). Das entsprechende Zertifikat hat das Med-Geschäftsgebiet Health Services (HS) von der Unternehmensberatung IBM Business Consulting Services erhalten. Medico//s ermöglicht damit neben einer einfachen Erfassung und Verwaltung von Patientendaten nun auch die problemlose Eingruppierung von Patienten in die von der Diagnose abhängige Krankheits-Fallgruppe und anschließend die detaillierte Abrechnung einschließlich aller möglichen Zu- und Abschläge. Das DRG-System („Diagnosis Related Groups“) wird entsprechend der Verordnung zum Fallpauschalensystem für Krankenhäuser (KFPV) zum 1. Januar 2004 in Deutschland verpflichtend eingeführt, je nach diagnostizierter Krankheit erhält die Klinik dann nur noch einen festgelegten Pauschalsatz pro Patient – unabhängig von dessen Verweildauer.
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