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Lebermetastasen per Laserstrahl zerstören

 

C-LITT - Chirurgische Laserinduzierte Interstitielle Thermotherapie

Lebermetastasen per Laserstrahl zerstören

 

In der Therapie von Lebermetastasen besitzt der Einsatz der Lasertechnik gegenüber dem Standardverfahren der offenen chirurgischen Resektion viele Vorteile. Mit der so genannten C-LITT, der Chirurgischen Laserinduzierten Interstitiellen Thermotherapie, sind für viele Betroffene große Hoffnungen verbunden.

 

In Deutschland erkranken jährlich ca. 50.000 Menschen an einem Darmtumor. Lässt sich dieser erfolgreich behandeln, ist der Patient noch nicht auf der sicheren Seite. Häufig bilden sich als Folge Metastasen in der Leber. Entscheidend für die Überlebensprognose ist, ob sich diese vollkommen entfernen lassen. „Die klassische chirurgische Resektion der Lebermetastasen stellt derzeit das einzige Therapieverfahren mit potentiell kurativem Ziel dar“, erklärt Prof. Christoph-Thomas Germer vom Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin.

 

Seit 1994 erforscht der Mediziner mit seinem Team an der dortigen Chirurgischen Klinik den Einsatz der Lasertechnik gegen die Krebszellen in der Leber – mit gutem Erfolg. „In den letzten Jahren hat sich die Laserinduzierte Interstitielle Thermotherapie als erfolgreiche Alternative zur herkömmlichen offen chirurgischen Resektion entwickelt“, so Germer. Gemeinsam mit TRUMPF Medizin Systeme haben die Berliner ein LITT-System entwickelt, das einen leistungsstarken Laser mit höchster Strahlqualität und Laserfasern mit einer optimalen Abstrahlcharakteristik integriert. Zusammen mit entsprechenden Applikationskathetern bietet TRUMPF Medizin Systeme als weltweit einziger Hersteller ein komplettes System für die LITT an.

 

„Die C-LITT steht für ein chirurgisches Gesamtkonzept“, erklärt Prof. Germer. „Wir können das Verfahren je nach vorliegendem Befund entweder minimal-invasiv oder für offen chirurgische Eingriffe nutzen“, so der Spezialist. Vielfach ist der für den Patienten weitaus schonendere perkutane Eingriff möglich. Nach örtlicher Betäubung wird hierbei eine dünne Nadel durch die Haut bis in die Metastase vorgeschoben. Anschließend wird eine Glasfaser durch einen Katheter an oder in den Tumor herangeführt. Die Glasfaser leitet das Laserlicht in den Tumor und zerstört diesen durch Erhitzung. Durch die speziellen Laser-Applikatoren von TRUMPF wird das Laserlicht so gestreut, dass das Tumorgewebe kontrolliert abgetötet werden kann. Zusätzlich sorgt ein Kühlsystem dafür, dass direkt am Katheter anliegendes Gewebe nicht karbonisiert wird. „Die optimale Laserenergie und die Behandlungsdauer werden zuvor von einem Computerprogramm berechnet“, erläutert Prof. Germer. Auf diese Weise können die Mediziner Tumore millimetergenau nekrotisieren. Gesundes Lebergewebe wird dabei bestmöglich geschont. Dies ist insbesondere für jene Patienten von größter Bedeutung, deren Leber vorgeschädigt ist.

 

„In einigen Fällen kann jedoch eine perkutane LITT nicht durchgeführt werden“, schränkt Prof. Germer ein. „Etwa bei Verwachsungen durch Voroperationen oder wenn die Metastasen bereits sehr groß sind oder sehr ungünstig liegen“, so der Chirurg. „Dann können wir die LITT auch offen chirurgisch unter intraoperativer Ultraschallkontrolle in Vollnarkose einsetzen. In diesem Fall spricht man von C-LITT.

 

„Die Ergebnisse unserer und anderer Kliniken deuten darauf hin, dass die LITT gleich gute Behandlungsergebnisse bietet wie die Operation, allerdings bei deutlich geringerer Morbidität und Mortalität“, berichtet Prof. Germer. Nach bisherigen Erfahrungen ist außerdem die Rezidivrate nach Eingriffen mit der LITT gegenüber den Standardverfahren geringer. Ähnliche Ergebnisse haben Untersuchungen an der Universitätsklinik in Frankfurt ergeben. Auch an weiteren medizinischen Zentren in Deutschland wie in Leipzig und Krefeld ist die LITT mittlerweile als effiziente und sichere Methode zur Behandlung von Lebermetastasen im Einsatz.

 

Derzeit erproben die TRUMPF Experten im Rahmen klinischer Forschungen weitere potentielle Anwendungsfelder der Laserinduzierten Interstitiellen Thermotherapie. Hierbei bildet die intensive Zusammenarbeit mit Medizinern, Forschungsinstituten sowie die Einbindung in Kompetenzzentren für TRUMPF Medizin Systeme die Basis für die weitere Entwicklung neuer Produkte und Therapieformen. Erfolg versprechen sich hierbei die Laser-Spezialisten aus Umkirch bei Freiburg auch in der Behandlung von Tumoren in Gehirn, Lunge, Gebärmutter, Bauchspeicheldrüse und Knochen.

 

TRUMPF Medizin Systeme (www.trumpf-med.com)

Zum Geschäftsfeld TRUMPF Medizin Systeme gehören in Deutschland neben der TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG in Umkirch bei Freiburg die TRUMPF KREUZER Medizin Systeme GmbH + Co. KG in Puchheim bei München und die TRUMPF Medizin Systeme GmbH in Saalfeld/Thüringen. Tochtergesellschaften befinden sich in Großbritannien, den USA und in Singapur. TRUMPF Medizin Systeme beschäftigt 2002 rund 370 Mitarbeiter. TRUMPF GmbH + Co. KG (www.trumpf.com)

 

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