Problemstellung: Zusammen mit Staphylococcus aureus und E. coli gehört Pseudomonas (P.) aeruginosa zu den am häufigsten isolierten nosokomialen Erregern auf Intensivstationen. Je nach Krankengut verursacht der Keim ca. 10-20 % aller postoperativen chirurgischen Wundinfektionen, bis zu 40 % der Beatmungspneumonien, 3-4 % aller Blutstrominfektionen und einen wechselnden Prozentsatz von Harnwegsinfektionen. Letztere treten besonders bei länger dauernder Katheterisierung der ableitenden Harnwege sowie bei Patienten mit urologischen Vorerkrankungen auf. Die Therapie Pseudomonas-assoziierter Infektionen wird in den letzten Jahren dadurch erschwert, dass altbewährte Antibiotika ihre Wirksamkeit aufgrund einer zunehmenden Resistenzentwicklungverlieren. Um so wichtiger erscheint es, die Erregerreservoire und Übertragungswege von P. aeruginosa auf Intensivstationen zu analysieren, um hygienische Präventionsstrategien entwickeln zu können. Die molekulare Typisierung von Keimisolaten hat hierzu im letzten Jahrzehnt neue Möglichkeiten eröffnet.
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